Freiwillige nationale Selbstbewertung für SDGs in New York vorgestellt

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Taiwan veröffentlichte ihre freiwillige nationale Selbstbewertung für die Einführung der Nachhaltigkeitsentwicklungsziele der UNO (U.N. Sustainable Development Goals) in New York am 15. September. Dieses unterstrich die Entschlossenheit des Landes an den globalen Anstrengungen gegen Armut, Ungleichheit und Klimawandel mitzuwirken und zu gewährleisten, dass niemand zurückbleibt.

 

Vorgestellt vom Minister der Umweltschutzbehörde (Environmental Protection Administration, EPA) Lee Ying-yuan detailliert der Bericht die Regierungsmaßnahmen zum Erreichen der 17 Ziele der UNO 2030 Agenda für nachhaltige Entwicklung. Diese beinhalten Taiwans Durchsetzungsmechanismen, Einführungsmaßnahmen und die damit verbundenen Erfahrungen der internationalen Zusammenarbeit.

 

Lee hob in seiner Rede einige Schlüssel-Politikinitiativen, welche am 1. Januar nächsten Jahres in Kraft treten werden, hervor. Diese beinhalten ein Verbot der Produktion aller Hautpflegeprodukte mit Mikrokügelchen sowie Verschärfungen der Regeln gegen das Verteilen von Plastiktüten. Diese Regelungen, welche von der internationalen Gemeinschaft gelobt wurden, höben die Anstrengung Taiwans für stärkeren Umweltschutz hervor, so Lee.

 

Der Minister sagte weiterhin, dass auch Taiwans Unternehmen durch verstärkte Investitionen und Innovationen in nachhaltigen Technologien einen beachtlichen Beitrag leisteten. Er erwähnte als Beispiel das große Plastikflaschen-Recyclingsystem, welches von dem taiwanischen Auswanderer Hung Chiung-ling in Rumänien aufgebaut wurde. Ferner sprach Lee über die Anstrengungen der Taipeher Firma Miniwiz Co. Ltd, welche international Anerkennung erlangte für ihren bahnbrechenden Ansatz zum Recyceln in der Industrie.

 

Der EPA zufolge schlage Taiwan sich in der Einführung der SDGs wacker im Vergleich zu den großen westlichen Ländern. Taiwan überhole vielen von ihnen in Bereichen wie der Zugang zu sicher betriebenen Sanitär-Diensten, weiblicher politischer Teilhabe, Armutsprävention sowie der Bereitstellung von Bildung und Gesundheitsfürsorge für alle.

 

Der Minister sagte, dass die Regierung weiterhin den Fortschritt der relevanten Maßnahmen im Auge behalten werde. Die erste Priorität seien die Antworten zum Klimawandel. Wie Präsidentin Tsai Ing-wen schon in ihrer Vereidigungsrede im Mai 2016 erklärte hatte, werde Taiwan seine Verantwortung als globaler Akteur tragen und die Kohlenstoff-Reduktionsziele erreichen, fügte Lee hinzu.

 

Lee stellte den Bericht in einem internationalen Seminar über die Einführung der SDGs vor. Das Seminar war zusammen vom Taipeh Wirtschafts- und Kulturbüro in New York, der Global Island Partnership, dem Sabin Center for Climate Change Law der Columbia Universität sowie der ständigen UNO-Vertretung der Solomon Inseln organisiert worden. Mehr als 150 Akademiker und NGO-Repräsentanten nahmen teil.

 

Als Teil der taiwanischen SDG-Anstrengungen, so das Außenministerium, arbeite die Regierung an einer Stärkung globaler Partnerschaften und helfe anderen Ländern in Bereichen wie Landwirtschaft, Bildung, Umweltschutz, Information- und Kommunikationstechnologie sowie dem Gesundheitswesen.

 

Von der UNO-Vollversammlung 2015 beschlossen zielen die SDGs auf ein Beenden der Armut, die Stärkung des Umweltschutzes und auf die Erhaltung des Friedens und Wohlstandes auf der ganzen Welt. Die 17 Ziele beinhalten 169 Unterziele in Bereichen wie erschwingliche und saubere Energie, Kampf gegen den Klimawandel, Geschlechtergleichheit, Gesundheit und Wohlbefinden sowie Nachhaltigkeit der Städte.