Taiwan und die USA starten indo-pazifische Konsultationen zur demokratischen Staatsführung

Taiwan und die USA haben am Dienstag, den 19. März 2019, in Taipeh gemeinsam die indo-pazifischen Konsultationen zur demokratischen Staatsführung gestartet. Das Gremium dokumentiert die Stärke der bilateralen Beziehungen sowie ein gemeinsames Engagement für die Förderung von Freiheit, Demokratie und eine regelgebundene Ordnung in der Region und darüber hinaus.

Das Forum, das einmal im Jahr zusammentreten soll, ist auf Initiative des Außenministeriums der Republik China (Taiwan) und des Amerikanischen Instituts in Taiwan gegründet worden, und es soll beiden Seiten als Plattform zur Verbesserung der Zusammenarbeit und zur Durchführung gemeinsamer Projekte dienen, die zum Ziel haben, eine verantwortungsvolle Staatsführung und die Menschenrechte in gleichgesinnten Ländern zu fördern.

Die erste Veranstaltung zu dem Forum dazu ist für heuer im September in Taipeh geplant. Von US-Seite wird dazu eine Delegation unter Leitung eines hochrangigen Vertreters des Büros für Demokratie, Menschenrechte und Arbeit, das dem US-Außenministerium untersteht, erwartet.

Während der feierlichen Eröffnung des Forums bezeichnete Taiwans Außenminister Jaushieh Joseph Wu die Initiative als wichtigen Meilenstein in der Zusammenarbeit zwischen Taiwan und den USA.

“Beide Seiten feiern jetzt den 40. Jahrestag der Verabschiedung des Gesetzes über die Taiwan-Beziehungen (Taiwan Relations Act, TRA). In diesem Kontext zeigt der Konsultationsmechanismus, dass die beständige Partnerschaft zwischen Taiwan und den USA ein sehr gutes Vorbild für gleichgesinnte Länder in der Region und auf der ganzen Welt ist,“ sagte Wu.

In seiner Antwort lobte der Direktor des Amerikanischen Instituts in Taiwan, Brent Christensen, Taiwan als wertvollen Partner für die USA in ihrem Engagement, eine freie und offene indo-pazifische Region zu fördern. Die USA würden eine engere Zusammenarbeit mit Taiwan anstreben, um an den Erfahrungen des Landes mit Nationen in der Region teilzuhaben, kündigte er an.

Christensen zufolge könne Taiwan angesichts der Erfolge des Landes beim Schutz der Rechte von Minderheiten, bei der Ermöglichung eines Dialogs zwischen verschiedenen Religionen sowie bei der Gleichstellung der Geschlechter, um nur einige von mehreren wichtigen Themen zu nennen, im Indo-Pazifik seinen Beitrag leisten.

Die Eröffnung des Konsultationsmechanismus’ folgte auf das “Regionale Forum für Religionsfreiheit: Ein zivilgesellschaftlicher Dialog über die Sicherung der Religionsfreiheit im indo-pazifischen Raum“, das mit gemeinsamer Unterstützung des taiwanischen Außenministeriums und des Amerikanischen Instituts in Taiwan vom 11. bis 12. März 2019 in Taipei durchgeführt worden war.
Quelle: Taiwan Today